Der vernichtende offene Brief von Humans Of New York Creator an Donald Trump

Brandon Stanton gilt als König in der Welt des Fotojournalismus. Als Schöpfer der legendären Fotoserie Humans of New York hat der amerikanische Fotograf und Blogger über 17 Millionen Likes gesammelt Facebook und 4,6 Millionen Follower auf Instagram.

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Was Stanton zu einem bekannten Namen machte, war seine Fähigkeit, gewöhnliche Menschen aller Gesellschaftsschichten auf der Straße festzuhalten, während sie in einer kurzen Bildunterschrift ihre eigene Geschichte erzählen.



Seine Arbeit hat heute einen solchen Einfluss auf die digitalen Medien, dass er sich sogar mit den Vereinten Nationen getroffen hat, um Flüchtlinge aus dem Nahen Osten zu fotografieren und zu interviewen sowie Barack Obama im Weißen Haus zu treffen.

Als Ikone New Yorks wie Donal Trump hat Stanton endlich sein politisches Schweigen gebrochen und sich auf das eingelassen, was er als moralisches Ansehen im Gegensatz zu einem politischen bezeichnet. Kein Wunder, dass sein offener Brief jetzt viral wird.

Lesen Sie die kraftvolle Botschaft von Stanton weiter unten.

Ein offener Brief an Donald Trump:

Herr Trump,

Ich versuche mein Bestes, nicht politisch zu sein. Ich habe mich geweigert, einige Ihrer Mitbewerber zu interviewen. Ich wollte kein persönliches Wohlwollen riskieren, indem ich bei einer umstrittenen Wahl Partei zu ergreifen schien. Ich dachte: 'Vielleicht ist das Timing nicht richtig.' Aber jetzt ist mir klar, dass es keinen richtigen Zeitpunkt gibt, um Gewalt und Vorurteilen entgegenzutreten. Die Zeit ist immer jetzt. Denn zusammen mit Millionen von Amerikanern ist mir klar geworden, dass es keine politische Entscheidung mehr ist, sich Ihnen zu widersetzen. Es ist moralisch.

Ich habe gesehen, wie Sie rassistische Bilder retweetet haben. Ich habe gesehen, wie du rassistische Lügen retweetet hast. Ich habe beobachtet, dass Sie 48 Stunden brauchen, um die weiße Vormachtstellung zu verleugnen. Ich habe beobachtet, wie Sie freudig zu Gewalt ermutigt haben und versprochen haben, die Anwaltskosten derer zu zahlen, die in Ihrem Namen Gewalt begehen. Ich habe beobachtet, wie Sie sich für die Anwendung von Folter und den Mord an Familienangehörigen von Terroristen einsetzen. Ich habe gesehen, wie Sie fröhlich Geschichten über die Hinrichtung von Muslimen mit in Schweineblut getauchten Kugeln erzählt haben. Ich habe beobachtet, wie Sie Flüchtlinge mit 'Schlangen' verglichen und behaupteten, der Islam hasse uns.

Ich bin Journalist, Mr. Trump. Und in den letzten zwei Jahren habe ich auf den Straßen des Iran, des Irak und Pakistans umfangreiche Interviews mit Hunderten von zufällig ausgewählten Muslimen geführt. Ich habe auch Hunderte syrischer und irakischer Flüchtlinge in sieben verschiedenen Ländern interviewt. Und ich kann bestätigen - der Hassige bist du.

Diejenigen von uns, die aufgepasst haben, werden es Ihnen nicht erlauben, sich selbst umzubenennen. Sie sind kein 'Vereiniger'. Sie sind kein 'Präsident'. Sie sind kein 'Opfer' des Zorns, den Sie seit Monaten freudig entzündet haben. Sie sind ein Mann, der Vorurteile und Gewalt im Streben nach persönlicher Macht gefördert hat. Und obwohl sich Ihre Worte in den nächsten Monaten zweifellos ändern werden, bleiben Sie immer der, der Sie sind.

Mit freundlichen Grüßen,
Brandon Stanton